Sommer ist Beerenzeit

Frische Blaubeeren vom Strauch, Himbeeren als Topping auf dem Vanilleeis oder süß-saure Holunderschorle – Beeren geben uns im Sommer einen fruchtigen Kick. Von Juni bis Oktober wachsen Heidel-, Johannis-, Preisel-, Holunder- oder Stachelbeeren in Wald, Vorgärten und auf Balkonen. Fun Fact für Alleswisser: Himbeeren, Brombeeren und Erdbeeren sind aus botanischer Sicht keine Beeren – aber genauso lecker. Eins haben sie alle gemeinsam: Sie sind absolute Vitaminbomben. Was steckt drin? Wo bekommst du sie besonders nachhaltig? Wie schmecken sie am besten? Wir machen den AGIDA-Check!

 

Gesund, süß und nachhaltig – einfach beerenstark

Beeren sind trotz ihrer Größe gesunde Kraftpakete, die jede Menge Vitamine und wichtige Nährstoffe liefern. Heidelbeeren besitzen beispielsweise viel Vitamin C, Kalium, Zink, Folsäure und Eisen. Außerdem wirken sie antioxidativ. Das bedeutet: Sie fangen freie Radikale ab, die die Körperzellen schädigen. Beeren haben nur wenige Kalorien, enthalten vergleichsweise wenig Zucker und sind daher eine gute Alternative zu Süßigkeiten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Beeren nachhaltig sind:

  • Sie werden regional geerntet – vorausgesetzt, du kaufst sie nur während der Saison.
  • Wenn du die Früchte selbst sammelst oder anbaust, sparst du die Verpackung.
  • In der Natur nimmst du nur so viele Beeren mit, wie du wirklich brauchst – da hat Food Waste keine Chance!

 

Beeren sammeln oder direkt selbst pflanzen?

Die Johannisbeeren aus Omas Garten waren immer so lecker –du möchtest gerne deinen eigenen Strauch pflanzen? Geht das überhaupt auf dem Balkon? Na klar! Die meisten Beeren wachsen auch in großen Kübeln, Töpfen oder im Hochbeet. Erdbeeren brauchen besonders wenig Platz und passen zum Beispiel in eine Hängeampel – super für den kleinen Balkon. Für Urban Gardening brauchst du gar keinen eigenen Platz, sondern nutzt Gemeinschaftsgärten. Oder du suchst deine Beeren dort, wo ohnehin welche wachsen: Im Wald und in öffentlichen Anlagen darfst du kleine Mengen zum Eigenbedarf pflücken. Über die Seite mundraub findest du leicht wilde Beerensträucher.
Keine Lust zum Suchen? Viele Bauern bieten Obstplantagen oder Felder an, auf denen du deine Beeren selbst ernten darfst.

 

So sammelst du wilde Beeren

Pflückst du Beeren in der freien Natur, solltest du einige Dinge beachten:

  • Ernte die Früchte, die besonders hoch hängen und wasche sie gut ab. In Bodennähe besteht die Gefahr des Fuchsbandwurms. Das ist ein Parasit, den Füchse, Katzen oder Hunde mit dem Kot ausscheiden. Verzehrst du ihn über die Beeren, kann er große Schäden in deinen Organen anrichten.   
  • Geh nachhaltig mit der Natur um: Ernte Büsche oder Sträucher nur so ab, dass noch Reste für Vögel und zum Vermehren der Pflanze übrigbleiben.
  • Sammle Beeren nur abseits von Straßenrändern. Die Früchte dort haben eventuell Schadstoffe wie Schwermetalle gespeichert.
  • Manche Beeren sehen anderen, giftigen Früchten recht ähnlich. Informiere dich vorher mit einem detaillierten Naturführer und pflücke nur die, bei denen du dir absolut sicher bist, dass sie genießbar sind.

Kuchen, Smoothie oder frisch in der Bowl? Dazu passen heimische Beeren

Direkt auf dem Erdbeerfeld in den Mund oder als gesunder Chips-Ersatz vor dem Fernseher – die meisten Beeren kannst du roh essen. Ausnahme: Die Holunderbeere solltest du erhitzen, sonst verursacht sie Magen-Darm-Beschwerden. Zu Marmelade oder Saft verarbeitet, schmeckt sie besonders gut.

Fruchtig-säuerliche Beeren wie die Johannis- oder Stachelbeere sind ein toller Kontrast zu süßem Kuchenteig oder zarten Baisers. Himbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren passen gut in deinen morgendlichen Frühstücksquark oder in einen Beeren-Smoothie. Leckere Ideen gibt es viele – wir haben drei besonders raffinierte Rezepte für dich:

 

Beerenstarke Rezepte – Inspiration für deine Sommerküche

 

Ruckzuck-Johannisbeerkuchen:

Dieser Kuchen ist super schnell und einfach gemacht – und schmeckt himmlisch gut zu deinem Nachmittagskaffee auf dem Balkon.

Zutaten:

  • 125 g weiche Butter
  • 120 g Zucker
  • Ein Päckchen Vanillezucker
  • 200 g Mehl
  • 3 Eier
  • 30 ml Milch
  • 1TL Backpulver
  • 250 g Johannisbeeren

Heiz den Backofen auf 180 Grad vor. Rühre die Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig. Die Eier gibst du einzeln unter die Masse. Vermenge Mehl und Backpulver und mische es ebenfalls kurz unter den Teig. Füg die Milch hinzu. Die Johannisbeeren hebst du vorsichtig unter. Füll den Teig in eine eingefettete Form und backe ihn etwa 25 Minuten.

 

Exotische Himbeer-Bowl:

Himbeeren und Kokos – das macht Lust auf Meer und weißen Sandstrand. Die Bowl ist ein leckeres Frühstück, schmeckt aber auch als Snack zwischendurch.

Zutaten für eine Portion:

  • Eine Banane
  • Etwa zwei Handvoll Himbeeren
  • 100 ml Kokosmilch
  • 1 TL Honig
  • Für das Topping: Übrige Himbeeren oder andere Beeren, Kokoschips, ein halber Teelöffel Chiasamen

Die Banane, Himbeeren, Kokosmilch und Honig mixt du zu einem Brei. Diesen gibst du in eine Schüssel und gestaltest mit den Toppings ein leckeres Kunstwerk.

 

Erdbeer-Marmelade mit Kick:

Erdbeermarmelade auf einem frischen Sonntagsbrötchen – besser geht‘s nicht! Geht doch: Mit dieser Erdbeer-Minz-Marmelade kommt die Süße der Beeren noch besser zur Geltung.

Zutaten für etwa fünf Gläser:

  • 500 g Erdbeeren
  • 250 g Gelierzucker (2:1)
  • Eine halbe Limette
  • Eine Handvoll frischer Minzblätter

Wasch die Erdbeeren gut, entferne die Stiele und püriere die Frucht. Hacke die Pfefferminze fein und press die Limette aus. Die Erdbeeren gibst du mit Zucker und Limettensaft in einen Topf. Lass die Mischung aufkochen und für etwa fünf Minuten köcheln. Dann fügst du die Minze hinzu und lässt alles circa drei Minuten weiterkochen. Nimm die Marmelade vom Herd und füll sie in sterilisierte Gläser.

 

Gesund und nachhaltig leben – AGIDA unterstützt dich dabei

Ab aufs Feld statt in den Supermarkt! Pflücken macht richtig Spaß – und deine fleißig gesuchten Beeren schmecken umso besser. Wie viele der süßen Leckereien dir guttun? Das sagt dir dein Bauchgefühl: Durch Intuitive Eating lernst du, auf deinen Körper zu hören und ein entspannteres Verhältnis zum Essen zu entwickeln.
In heimische Beeren stecken viele Vitamine – doch immer mehr Menschen greifen zu exotischen Superfoods. Sind die wirklich besser als unsere heimischen Kostbarkeiten? Antworten auf diese Frage bekommst du in den AOK FlexiFood-Gesundheitskursen. Hier kannst du dich auch über vegane Ernährung informieren oder deine eigenen Essgewohnheiten checken. Bei AOK Future Meal lernst du außerdem, wie du beim Einkaufen nachhaltige und klimafreundliche Entscheidungen triffst.