Bullet Journal: persönlich statt digital

In deinem Alltag musst du vieles zusammenhalten: Du organisierst deine Termine im digitalen Kalender, speicherst deine Ideen als Sprach-Memo – und grübelst jeden Abend im Bett, welches To-do du möglicherweise vergessen hast. Fühlst sich das alles manchmal so an, als ob es dir über den Kopf wächst? Vielleicht ist es Zeit, deine Organisation einfacher, fokussierter und gleichzeitig persönlicher zu gestalten: Ein Bullet Journal könnte die perfekte Lösung für dich sein. Doch wie aufwendig ist so ein handgeschriebenes Notizbuch und wie funktioniert es genau?

 

To-do-Liste, Terminkalender und Dankbarkeitstagebuch in einem

Was ist ein Bullet Journal, kurz: BuJo? Grob gesagt ist es eine Kombi aus Tagebuch und To-do-Liste. In einem Notizbuch legst du dir, ganz nach deinem Geschmack und deinen Zielen, verschiedene Module an: Klassisch ist eine Liste mit Aufgaben und Terminen für den Tag. Du kannst sie vielfältig kombinieren, zum Beispiel mit einem Dankbarkeitstagebuch, einem Geburtstagskalender oder einem Reiseplaner. Das BuJo bietet dir die Möglichkeit, deine Gewohnheiten zu tracken. Mit dem Habit Tracker gewöhnst du dir gute Gewohnheiten an und schlechte ab. Du kannst es auch minimalistisch aufziehen und jeden Tag nur wenige Stichpunkte eintragen. Auf Instagram oder Pinterest findest du viele Ideen, wie dein BuJo aussehen kann – #bulletjournal.

 

Spaß haben statt reinstressen

Unser Tipp: Starte mit wenig Ansprüchen an dein Journal. Fange klein an, zum Beispiel mit einer Tagesplanung oder einem Dankbarkeitstagebuch. Nimmst du dir zu viel vor, leidet schnell deine Motivation und dein Tagebuch liegt in der Ecke. Überlege dir stattdessen zu Beginn, was dir wirklich wichtig ist und konzentriere dich darauf. Später kannst du dein Journal nach Lust und Laune erweitern. Schön sind zum Beispiel Bucketlists mit deinen großen und kleinen Zielen.

 

Deine Werkzeuge fürs Journaling: Stift und Papier

Du brauchst nicht viel, um mit deinem Bullet Journal loszulegen. Grundlage sind ein Stift und ein Heft oder ein Notizbuch, das du schön findest. Bist du gerne kreativ, dann empfehlen sich Filzstifte, Fineliner, bunte Textmarker, Washi Tape, vielleicht Schablonen und Zeitschriften, aus denen du Bilder ausschneiden und aufkleben kannst. Willst du lieber so wenig Arbeit wie möglich damit zu haben, greifst du auf fertige Bullet Journals zurück. Sie geben dir jede Menge Anregungen, Vorlagen und Ideen zum Ausfüllen und Weitermachen.

Idealerweise führst du dein BuJo analog: Deine Gedanken mit dem Stift aufs Papier zu bringen, beschäftigt deine linke Gehirnhälfte, sodass deine intuitive rechte Gehirnhälfte arbeiten kann. Das boostet deine Kreativität. Für Vielbeschäftigte gibt es einige Journaling-Apps zur Auswahl.

Und so geht das Bullet Journal für Fortgeschrittene: Überlege dir während deiner Morgenroutine, was du an diesem Tag schaffen willst, was deine Ziele und Wünsche sind. Auf diese Weise optimierst du deine Tagesabläufe. Über den Tag verteilt hakst du ab, was du geschafft hast. Wenn du möchtest, notierst du nebenbei Gedanken und Einfälle. Abends vor dem Schlafengehen resümierst du in Stichpunkten: Wie war dein Tag, wie hast du dich dabei gefühlt und wofür bist du dankbar? Es ist eine schöne Selbstfürsorge-Routine, dich jeden Tag mit deinem Inneren auseinander zu setzen. Fünf Minuten reichen dafür aus. Hier dein eigenes Template zum Ausdrucken: Download

 

Journaling: Seelenboost mit deinem Gedankentagebuch

Das Journal ist ein Tool, um dich auf die schönen Dinge des Lebens zu konzentrieren. Mit einem Dankbarkeitstagebuch oder einem Habit Tracker wirst du achtsamer gegenüber deinen Gefühlen und Gewohnheiten. Anders gesagt: Tagebuchschreiben reduziert Stress und macht dich zufrieden. Am Ende eines langen Tages macht es auch noch großen Spaß. Ein erstes To-do in deinem neuen BuJo könnte unsere Happy Mind Challenge sein. Deine Aufgabe: Erstelle eine Gute-Laune-Playlist und höre sie dir an. Oder: Schreibe 15 Minuten in ein Gedankentagebuch. Viel Spaß mit deinem neuen Selfcare-Hobby!