Gaming als sportliche Liga

Schon mal etwas von Kuro Takhasomi, Lee Sang-hyeok, Michael Bittner, Richard Tyler Blevins oder Sasha Hostyn gehört? Sie sind Weltstars und verdienen Millionen. Ihr Arbeitsplatz: der PC. Denn sie sind eSportler, quasi der Traumberuf jedes Hobbyzockers. Tatsächlich hat eSport mit dem Vernichten von Chipstüten bei der LAN-Party mit Freunden jedoch relativ wenig zu tun. Im Gegenteil: Die Sportart erfordert hartes Training, Disziplin und – kaum zu glauben – einen gesunden Lifestyle. 2022 wird eSport bei den Asienspielen in Hangzhou sogar zum ersten Mal olympische Disziplin sein.

 

Doch was ist eigentlich das Sportliche an eSport? Wir liefern euch knallharte Argumente für die nächste Diskussion im Battle „Gamer vs. Hater“.

 

e-Was?

Eine gute Definition ist das A und O einer erfolgreichen Debatte. Bitteschön: eSport steht für elektronischen Sport und ist das wettkampfartige Spielen von Video- und Computerspielen unter der Einhaltung fester Regeln. Die Disziplinen sind: Strategiespiel, Ego-Shooter, Simulation und Sport- und Rennspiel. Trainiert wird dabei – ganz klar – am PC. Für die Sportsimulationen wird jedoch auch auf echtem Feld geübt. Erste Sportclubs führen ihre eigene eSport-Abteilung. Der Hertha BSC hat sogar eine eSport-Akademie, die sich der Ausbildung junger eSportler verschrieben hat. Wenn das nicht mal ein Statement ist!

Das E steht auch für Energy

Überkochende Emotionen, Wettkämpfe in gigantischen, bis auf den letzten Platz ausverkauften Stadien vor Live-Publikum, hohe Preisgelder und Sponsoring großer Marken: Auch das ist eSport und steht Fußball und Co somit in nichts nach. Die Battles werden außerdem in Live-Streams übertragen und von Millionen Fans zuhause verfolgt – mit Reichweiten, von denen so manche Sportart nur träumen kann. 

Körperlich geht es ebenfalls ordentlich zur Sache. Bei 300 bis 400 präzisen Bewegungen rechts und links steigt der Herzschlag und man bekommt einen ordentlichen Adrenalinschub. Trainiert werden vor allem:

  • Konzentration, Fokus und mentale Stärke
  • schnelle Augen-Hand-Koordination
  • Präzision
  • Teamfähigkeit und Kommunikation
  • Räumliche Orientierung
  • Wahrnehmung und Reaktionszeit
  • taktisches Denken

 

eSport ist kein Ponyhof

eSport ist nur Spaß und reines Hobby? Haters gonna hate, denn das stimmt nicht. Es erfordert tägliches Training – wie bei jedem anderen Sport auch. In Bootcamps werden die Profis regelmäßig gedrillt, um ihre Spieltechnik zu verbessern. Außerdem machen sie Ernährungskurse, Übungen zur Stressreduzierung und realen Sport zum Ausgleich. Ganz ohne körperliches Auspowern geht es eben nie.

 

Rückenschmerzen vom Zocken? Wir unterstützen dich mit Sportkursen und übernehmen die Kosten für teilnehmende Fitnessstudios. So bleibt nicht nur dein Rücken, sondern auch dein Geldbeutel relaxt.