Flower Pressing für mehr Mindfulness

Blumen pressen kennst du vielleicht noch aus der Grundschule, aber es ist alles andere als Kinderkram. Bewahre dir den Sommer, bevor er verblüht: Flower Pressing ist ein DIY-Hobby, das nicht nur super easy ist, sondern auch deine Achtsamkeit trainiert. Aber wie geht das eigentlich? Wir verraten es dir und geben Tipps!

 

Kreativ sein, gesund bleiben

Unternimm einen Spaziergang und konzentriere dich auf deine Umgebung: Kannst du die schönsten Blüten im Stadtpark entdecken? Du wirst sehen: Das tut deinem Körper und deiner Psyche gut und macht dich richtig kreativ. Wenn du dich an der frischen Luft bewegst, bringst du deinen Kreislauf auf Trab und baust Stress ab. Außerdem fördert es deine Konzentration. Und Konzentration kannst du beim Flower Pressing gut gebrauchen: Aus getrockneten Blumen kleine Kunstwerke zu schaffen, erfordert Fingerspitzengefühl. Du trainierst dabei nicht nur deine Feinmotorik, sondern auch dein Gehirn. Kreativarbeit ist wie eine kleine Meditation. Sie macht dich glücklich und senkt den Blutdruck. Das führt zur vollkommenen Entspannung!

 

So findest du die perfekten Blumen

Im Grunde kannst du alle Blüten pressen, die dir gefallen. Kegelförmige wie Rosen oder Tulpen sind allerdings schwierig. Nimm davon lieber nur einzelne Blütenblätter. Optimal eignen sich Blumen, die von Natur aus flache Blüten haben. Achte nur darauf, dass die Blüten frisch und makellos sind. 

 

Blume

Blütezeit

Gänseblümchen

Fast ganzjährig

Veilchen

März – April

Stiefmütterchen

März – Mai/September – November

Geranien

Mai – Oktober

Margeriten

Mai – August

Jasmin

Mai – August

Mohn

Mai – September

Holunder

Mai – Juli

Lavendel

Juni – September/Oktober

Kornblumen

Juni – Oktober

Die richtige Vorbereitung

Verarbeite deinen Blumenstrauß direkt, wenn du von deinem Spaziergang nach Hause kommst. Die Blüten sollen ja nicht welk werden. Zupfe alle unschönen Blüten und Blätter ab, tupfe sie trocken und leg los. Falls du dich erst noch an den frischen Blumen erfreuen willst: Schneide die Stilenden flach ab und stell die Blumen gleich in eine Vase mit sauberem Wasser. 

 

Jetzt hast du vier Möglichkeiten, deine Blüten und Blätter zu trocknen:

 

#1 Mit der Blumenpresse

Die traditionelle Blumenpresse kannst du im Bastelgeschäft kaufen oder selbst basteln: Dafür legst du deine Blüten zwischen zwei Blätter Papier auf eine Sperrholzplatte. Die Blüten sollten sich dabei nicht berühren, damit sie nicht aneinanderkleben. Nun schraubst du eine zweite Platte fest auf die erste. Jetzt lässt du die Blüten trocknen. Das dauert etwa 1–2 Wochen. Schau zwischendurch mal nach, ob die Blüten bereits trocken sind und wechsle eventuell das Papier.

 

#2 Mit Büchern

Alternative zur Blumenpresse: Leg deine Blüten in Papier zwischen die Seiten eines dicken Buches. Du kannst es auch noch zusätzlich beschweren, um einen besseren Effekt zu erzielen. Jetzt heißt es wieder: warten. Auch mit dieser Methode dauert es 1–2 Wochen, bis die Blumen getrocknet sind. Wechsel zwischendurch das Papier und prüfe, wie weit die Blüten bereits sind.

 

#3 In der Mikrowelle

Turboschnell und einfach trocknen deine Blumen in der Mikrowelle: Nimm zwei Keramikfliesen und leg ein Blatt Papier auf die erste. Darauf kommen deine Blüten. Decke sie mit einem zweiten Blatt Papier und der zweiten Fliese ab. Fixiere diese nun fest mit den Gummibändern. Ab in die Mikrowelle damit, bei niedrigster Stufe für 30–60 Sekunden. Lass die Fliesen abkühlen und prüfe, ob die Blüten schon trocken genug sind. Falls nicht: So lange wiederholen, bis du zufrieden bist.

 

#4 Mit dem Bügeleisen

Am einfachsten presst du Blumen mit dem Bügeleisen. Schlag die Pflanzen in zwei Blatt Papier ein. Platziere sie nun auf deinem Bügelbrett und drücke sie mit einem dicken Buch flach. Heiz dein Bügeleisen auf niedrigster Stufe vor und drücke es nun für 10–15 Sekunden auf die Blüten (ohne Dampf). Wiederhole den Vorgang so lange, bis die Blumen gepresst sind.

 

Kreative DIY-Projekte mit getrockneten Blumen

Wenn sich deine Blumen fein wie Seidenpapier anfühlen, sind sie fertig. Und nun? Es gibt viele tolle Flower-Pressing-Ideen. Zum Beispiel:

  • Präsentiere deinen getrockneten Strauß in einem Bilderrahmen.
  • Bastle eine Grußkarte: Kleb einfach dein Sträußchen auf ein Stück Pappe. Optimal eignet sich Sprühkleber, aber normaler Flüssigkleber tut’s auch.
  • Oder wie wär’s mit einer Blumenkerze? Leg deine Blüten auf eine Stumpenkerze und bepinsle sie mit flüssigem Wachs (aus einem Teelicht) bis sie fest an der Kerze kleben.
  • Leg ein Herbarium an und erstelle dein eignes kleines Blumenlexikon.
  • Verziere Keramik: Klebe deine Blüten mit schnelltrockneten und transparenten Decoupage-Kleber auf Blumentöpfe, Vasen und co.

 

Happy Mind mit achtsamen Hobbys

Kreative Arbeit macht dich achtsam und konzentriert. Merkst du schon, wie du dadurch entspannter wirst? Wie wäre es jetzt mit anderen außergewöhnlichen Hobbys wie Pottery oder Makramee? Du könntest es dir auch mit unserer Happy Mind Challenge richtig gut gehen lassen. Bei Challenge #11 schenkst du dir selbst Blumen. Dann hast du gleich Nachschub zum Flower Pressing!