Wie du mit Insektenfood deine Gesundheit boostest

Wer schon einmal durch Südostasien gereist ist, hatte sicher auch Berührung mit Insekten. Und das nicht nur nachts im Hostelzimmer, sondern auch als Nahrungsmittel. Gegrillte Heuschrecken, Maden und Mehlwürmer werden dort an Streetfood-Ständen wie die leckersten Chips der Welt präsentiert. Doch nicht jeder kann sich überwinden, die kleinen Snacks in den Mund zu nehmen. Dabei sind sie wahnsinnig gesund und werden von Ernährungsforschern als das Essen der Zukunft gesehen. Wir haben uns den Foodtrend im AGIDA-Check mal genauer angesehen.

 

Schon gewusst? Der Verzehr von Insekten wird im Fachjargon Entomophagie genannt. #unnützeswissen

 

Sporty Spice

Noch gesünder werden und aussehen – das versprechen die meisten Superfoods. Der neue Kandidat in dieser Riege macht auf den ersten Blick jedoch wenig Lust, vernascht zu werden. Augen zu und durch? Würde sich auf jeden Fall für dich lohnen – besonders, wenn du gerne und viel Sport treibst! Denn die kleinen Tierchen enthalten zahlreiche Nährstoffe, Proteine, Vitamine, ungesättigte Fettsäuren und Spurenelemente. 100 g gefriergetrocknete Grillen (ohne Wasseranteil) liefern dir beispielsweise 12,9 Prozent an Eiweiß, 76 mg Kalium, 9,5 mg Eisen und 460 Kilokalorien. Das im Krafttraining beliebte Hackfleisch schneidet bei Kalium und Eisen im Vergleich dazu sehr viel schlechter ab. Fett und Cholesterin besitzen die Health-Bombs übrigens kaum. Jackpot!

Du hast Interesse an Insektenfood, aber gleichzeitig ein wenig Ekel? Den Ekelfaktor zu überwinden, benötigt für manche etwas Zeit, ist aber möglich. Denn dieser ist durch Meinungen unserer Kultur verursacht und kann verlernt werden. Probiere es doch für den Anfang mit kleinen Tierchen, die in einer würzigen Marinade eingelegt und kross gegrillt oder frittiert wurden. Nach und nach lernst du dann, besser damit umzugehen.

 

Grüne Ernährung mal anders

Auch wenn der Verzehr der kleinen Tiere definitiv nicht der, als nachhaltig geltenden, vegetarischen Ernährung zugeordnet werden kann. Insektenfood ist durchaus gut für deinen ökologischen Fußabdruck. Denn Insekten benötigen sehr viel weniger Wasser und Futter als beispielsweise Schweine. Daher entsteht ein geringerer Ausstoß an Treibhausgasen. Zum Vergleich: Die Zucht von Schweinen verursacht bis zu hundertmal mehr CO2-Ausstoß, als die Zucht von Mehlwürmern. Natürlich solltest du, wenn du umweltbewusst handeln möchtest, nur Insekten essen, die nicht unter Naturschutz stehen. Hiervon gibt es derzeit weltweit über 2000 Arten. Um deinen Körper keinen Gefahren auszusetzen, solltest du außerdem nur Insekten aus einer kontrollierten Aufzucht essen.

 

Hinweis:

Wenn du eine Allergie gegen Krustentiere wie z. B. Garnelen hast, solltest du mit Insektenfood vorsichtig sein. Dieses könnte ebenfalls allergische Reaktionen bei dir auslösen.

 

Lecker verpackt

Ob als ganzes Tier, zu Mehl vermahlen oder direkt als fertiges Produkt: Insektenfood gibt es auch bei uns immer häufiger in Onlineshops oder dem Supermarkt zu kaufen. Wichtig ist es, die Tiere ohne Schale zu essen, um alle Nährstoffe aufzunehmen. Denn der chitinhaltige Panzer der Tierchen ist unverdaulich. Für Anfänger lohnt es sich, die kleinen Tierchen in ein Gericht zu mogeln, das man selbst gerne isst und das optisch ansprechend aussieht. Experimentiere beim nächsten Burger-Abend mit Freunden doch einfach mal mit einem Insekt deiner Wahl als Zutat. Traust du dich und nimmst die Challenge an? 

Insekten-Cheese-Burger

(Für 4 Mutige)

Patty: 

150 g Insektenmehl deiner Wahl
400 g Rote Beete gekocht
200 g Pastinaken
200 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Ei
Salz & Pfeffer

Belag: 

Tomaten
Salatblätter
Röstzwiebeln
Saure Gurken
Cheddar-Scheiben
Soße nach Wahl
Brötchen

 

AGIDA-Tipp:

Verwende statt typischen Burger-Brötchen eine gesündere Alternative z. B. ein Brötchen aus Vollkorn, Dinkel oder mit Sonnenblumenkernen. Anstatt eine Soße mit Geschmacksverstärkern aus dem Supermarkt zu kaufen, kannst du leckere gesunde Dips auch einfach selbst machen, z. B. Guacamole oder eine Joghurt-Soße.

 

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