Echt retro: Rollschuh fahren liegt wieder im Trend  

Du gleitest über den Boden und bewegst dich elegant zu richtig cooler Musik ... Klingt gut? Dann ist Jamskating, also Tanzen auf Rollschuhen, genau dein Ding. Deine Eltern kennen Jamskating vielleicht noch aus den 80er-Jahren. Damals war die Roller-Disco ein Mega-Trend. Auch, wenn zu der Zeit noch etwas andere Moves angesagt waren. Was brauchst du, um das Rollschuh tanzen zu lernen? Welche Basics solltest du beherrschen und welche Dance Moves eignen sich für den Anfang? Wir beantworten deine Fragen im AGIDA-Check!

 

Move it - was beim Jamskating wirklich zählt

Jamskating vereint Rollschuhlaufen mit Elementen des Breakdance, Aerobic und der Gymnastik.Im Takt der Musik vollführst du Drehungen, improvisierst Schrittfolgen oder lässt dich einfach zu lässigen Beats treiben. Klar, dass der richtige Sound dafür superwichtig ist. Am besten passen Soul, Funk, Afrobeats, Hiphop und Sounds aus den 80ern. Außerdem entscheidend für dein „Dance it Out“ auf Rollen: eine geeignete Ausrüstung.

 

  • Rollschuhe: Sie sollten richtig gut sitzen – daher holst du sie am besten aus dem Fachhandel und lässt dich beraten.
     
  • Knie- und Ellbogenschoner und ein Helm: Für Anfänger sind sie Pflicht! Schließlich landest du bestimmt das ein oder andere Mal auf dem Asphalt.
     
  • Retro-Outfit: Mit dem richtigen Style katapultierst du dich zurück in die 70er und 80er. Die Looks vieler Skater erinnern an die berühmten Aerobic-Kurse aus dem Fernsehen. Dazu gehören jede Menge Neon, Schweißbänder und Stulpen.

 

Mehr Outfit-Inspo bekommst du auch auf dem Instagram-Kanal oumi_janta. Das Berliner Skater Girl Oumi hat den Trend in Deutschland mit ihren Tanzclips und jeder Menge guten Vibes ins Rollen gebracht.

Rollschuh laufen lernen: Die Basics

Ein paar Grundlagen sind für das Jamskaten wichtig, damit du später einfach lostanzen kannst. Üb am besten jeden Tag etwa fünfzehn Minuten, dann bist du bald ein Vollprofi auf den Skates. Dafür suchst du dir einen möglichst glatten Untergrund. Geeignete Flächen sind Skateparks, Rollschuhbahnen oder öffentliche, betonierte Plätze.

Wichtig: Der Straßenverkehr ist fürs Jamskating kein geeigneter Ort. Vor allem, wenn du Musik auf den Ohren hast. Unsere Übungen helfen dir, dein Gleichgewicht zu schulen und sicher auf den Rollschuhen zu stehen. Danach kannst du dich an schwierigere Moves wagen.

 

  • Finde die richtige Position und halte sie – deine Füße stehen schulterbreit auseinander und deine Knie sind leicht gebeugt.
     
  • Vor dem eigentlichen Fahren musst du erst einmal gehen lernen, um sicher auf den Skates zu werden. Das klappt mit dem „Entengang“. Fersen nach innen und Fußspitzen nach außen – so machst du deine ersten Schritte.
     
  • Jetzt kommt das Gleiten: Nimm die Grundposition ein, deine Füße stehen parallel zueinander. Stoß dich mit einem Fuß ab und halte ihn horizontal zum Boden, während du mit dem anderen gleitest. Wechsle die Füße, sobald du den Schwung verlierst.
     
  • Superwichtig: das Bremsen! Schließlich willst du Zusammenstöße mit anderen Skatern oder der Bande vermeiden. Dafür nimmst du die sogenannten „Toe-Stopper“, also Gummiklötze, die vorne in deinen Rollschuhen eingebaut sind. Um anzuhalten, gehst du leicht in die Hocke. Lass einen Fuß etwas nach hinten gleiten, heb ihn leicht an und press den Toe-Stopper dann fest in den Boden. Je mehr du drückst, desto schneller kommst du zum Stehen.

 

Ab auf den Dancefloor: Drei coole Moves erklärt

Die Basics sitzen, jetzt kannst du dich mit den Feinheiten beschäftigen. Wir haben drei Moves für dich, die du mit etwas Übung auch als Anfänger meisterst.
 

  • Rückwärtsfahren: Deine Zehen zeigen zueinander und die Fersen auseinander – so bildest du mit deinen Füßen in etwa ein umgedrehtes „V“. Dann gleitest du los. Aber Achtung: Behalt im Auge, was hinter dir los ist. Schließlich willst du keine anderen Skater abräumen.
     
  • Two-Step und Cross-Step: Diese Schrittfolgen sind super für deine ersten Tanzversuche. Finde einen aufrechten Stand, schieb einen Fuß nach vorne und zieh ihn wieder zurück. Dann geht es mit dem anderen weiter – natürlich im Takt der Musik. Dabei solltest du auf der Stelle stehen bleiben. Beim Cross-Step geht das Ganze überkreuz: Setz den rechten über den linken Fuß und umgekehrt.
     
  • Shoot the Duck: Für diesen Move brauchst du vor allem ein gutes Gleichgewicht: Geh in die Hocke und streck ein Bein grade nach vorne. Für mehr Stabilität kannst du den Arm auf der gleichen Seite austrecken und das Bein festhalten.


Du willst von echten Profis lernen? In vielen Städten gibt es Kurse und Workshops – bestimmt auch in deiner Nähe.

 

Jamskating und Co. – wo gibt’s Inspiration?

Du hast Lust auf Jamskating und andere Tricks auf Roller Skates bekommen? Neben der Jamskating-Queen Oumi Janta gibt es noch weitere Instagram-Profile, die Spaß auf Rollen vermitteln. Zum Beispiel rollin_me_softly: Das Münchner Skater Girl überzeugt mit coolen Outfits und skatet auch mal auf einer Dorfstraße in Italien. Etwas mehr Action findest du bei splattering_anke. Sie baut gerne Sprünge in ihre Skate-Routine ein und zeigt, wie du mit deinen Rollschuhen die Halfpipe rockst. 

 

Sportarten mit Fun-Faktor: So bleibst du immer in Bewegung

Losskaten, Spaß haben – und ganz nebenbei tust du auch noch etwas für deine Fitness. So einfach funktioniert es auch mit anderen Sportarten. Etwa beim Hula-Hoop-Workout: Du verbrennst ordentlich Kalorien und zum Reifenkreisen schaltest du dir noch deine Lieblingsmusik ein. Seilspringen war in deiner Kindheit ein Hit, heute nutzt du es als intensives Workout. So bleibst du fit und gesund – davon profitieren dein Körper und Geldbeutel. Denn mit einem healthy Lifestyle, bekommst du von deiner AGIDA einen Bonus von bis zu 360 Euro im Jahr.