Das Trendfood aus Bella Italia

Käse, Tomatensoße, frisches Basilikum – mmh! Was sieht aus wie eine Pizza, schmeckt wie eine Pizza, ist aber gesünder? Die Pinsa. Mit ihr fühlst du dich längst nicht so voll wie nach einer Quattro Formaggi. Trotzdem bringt sie die geballte Dosis Italien-Feeling auf deinen Teller und knuspert genauso schön wie das Original. Wir gehen dem Trendfood auf den Grund: Was unterscheidet die Pinsa von der Pizza? Warum ist sie so lecker und vor allem, was macht sie so gesund?

 

Was ist eine Pinsa?

Der Name verrät es: Pinsa und Pizza sind sich ziemlich ähnlich. Das erkennst du bereits an der Optik. Die Pinsa ist jedoch etwas kleiner als ihre berühmte Verwandte und eher oval geformt. Das liegt daran, dass der Bäcker die Pinsa plattdrückt, anstatt sie auszurollen oder auseinanderzuziehen. So bleiben die Luftbläschen im Teig erhalten und der Pinsa-Teig schön leicht. Die Kruste der Pinsa ist extra knusprig und deutlich fluffiger als bei einer normalen Pizza. Das liegt an der besonderen Zusammenstellung des Teigs. Dieser enthält neben verschiedenen Mehlsorten auch Sauerteig. Und eine ganze Menge Wasser. Das hilft, damit der Teig später richtig aufgeht. Die Pinsa backst du in der Regel vor und belegst sie mit frischen Toppings – zum Beispiel mit Kirschtomaten, Rucola und Sardellen.

 

Pinsa, Pizza und dein Körper: Was verträgt er besser?

Die Pinsa gilt als gesünder und bekömmlicher als die Pizza. Ist da was dran? Das Geheimnis steckt im Teig. Bei der Pizza verwendest du dafür lediglich Weizenmehl – bei der Pinsa sind Weizen-, Reis- und Sojamehl sowie oft auch italienischer Sauerteig im Spiel. Anschließend bekommt die Mischung richtig viel Zeit und darf bis zu drei Tage gehen. Das ist gut für dich und deinen Bauch: So werden Inhaltsstoffe wie Mehrfachzucker abgebaut, die dich aufblähen und Bauchschmerzen verursachen. Die sogenannten FODmaps, eine englische Abkürzung für vergärbare Kohlenhydrate, sind besonders für Menschen mit Reizdarmsyndrom problematisch.

Du bist Veganer oder laktoseintolerant? Dann ist die Pinsa ebenfalls eine super Wahl. Die Knusper-Fladen schmecken mit und ohne Käse. Und: Du kannst sie auch glutenfrei zubereiten.

Mach deinen eigenen Pinsa-Teig

Lust auf Pinsa bekommen? Dann versuch es mal bei deinem Italiener um die Ecke. Viele Restaurants in Deutschland bieten die Pizza-Alternative schon an. Es gibt sogar einige, die sich extra darauf spezialisiert haben. Dort kannst du Pinsa in allen möglichen leckeren Variationen probieren. Oder verwirkliche einfach deine eigenen Pinsa-Träume: Bereitest du die Fladen selbst zu, kannst du kreativ sein und dich so richtig austoben. Unser Basis-Rezept liefert dir die perfekte Grundlage.

 

Für vier Pinsas brauchst du:
  • 400 g Weizenmehl
  • 75 g Reismehl
  • 25 g Sojamehl
  • 15 g Salz
  • 5 g Trockenhefe oder 0,2 g frische Hefe und 50 g Lievito Madre (italienischer Sauerteig)
  • 1 TL Olivenöl
  • Etwa 400 ml Wasser

 

 So stellst du die Pinsa her:

  • Gib die drei Mehlsorten in eine große Schüssel und vermische sie mit der Trockenhefe. Hast du frische Hefe, löse sie in etwas Wasser auf.
     
  • Dann knetest du etwa Dreiviertel des Wassers (und gegebenenfalls die aufgelöste Hefe sowie den Lievito Madre) unter die Masse – circa vier Minuten lang.
     
  • Jetzt kommen Salz, Öl und das restliche Wasser hinzu. Weitere fünf Minuten kneten, dann kommt der Teig in den Kühlschrank. Mindestens zwei Tage sollte er gehen, besser sind 72 Stunden.
     
  • Achtung: Verarbeite den Teig erst, wenn er wieder Zimmertemperatur erreicht hat. Dann teilst du ihn in vier gleich große Stücke und formst aus ihnen kleine Kugeln.
     
  • Jetzt ziehst du den Teig vorsichtig auseinander, sodass ein ovaler Fladen entsteht.
     
  • Heiz deinen Backofen auf etwa 240 Grad Umluft vor. Entweder belegst du deine Pinsa gleich oder nach dem Backen mit frischen Zutaten. Fertig ist die Pinsa schon nach zehn Minuten – guten Appetit!

 

Ausgefallene Topping-Inspo für das große Pinsa-Essen

Classico Italiano: Eine leckere Margherita kommt bei jedem gut an. Dafür brauchst du lediglich eine fruchtige Tomatensoße, Mozzarella und frischen Basilikum aus deiner Kräuterbar. Optional belegst du das Ganze noch mit italienischer Salami.

 

Veggie-Hit: Bei dieser Pinsa-Variation bekommst du die volle Ladung Geschmack. Dafür brätst du Auberginen an und verteilst sie zusammen mit cremigem Ricotta auf den Teigfladen. Minzblätter und ein paar Tropfen Zitronensaft gibst du als besonderen Kick obendrüber. Du willst noch mehr vegetarische Varianten entdecken? Es gibt viele spannende Fleischersatz-Produkte, die du unbedingt einmal ausprobieren solltest.  

 

Sweet and Salty: Pfirsiche und nussige Pistazien sind ein unschlagbares Duo. Darüber träufelst du etwas Honig und streust zum Abschluss grobes Meersalz auf deine Pinsa. Das Ergebnis: Eine Geschmacksexplosion in deinem Mund.

 

Ob Pinsa oder Pasta: Diese Gerichte musst du probieren

Selbst Klassiker wie die Pizza verdienen von Zeit zu Zeit ein Update. Das gilt auch für ein anderes italienisches Nationalgericht: Spagetti, Fusilli oder Makkaroni – Gesünder als traditionelle Nudeln aus Hartweizengries sind diese Pasta-Alternativen mit einer anderen Basis-Zutat.  

Sie enthalten in der Regel keine Kohlenhydrate und sind damit gut für deinen Blutzuckerspiegel. Healthy Abwechslung in deinem Speiseplan liefert zudem die levante Küche. Diese jüdisch-inspirierte Küche stellt frisches Gemüse, exotische Gewürze und Hülsenfrüchte in den Mittelpunkt.