So genießt du deine Periode natürlich und gesund

Mit einer Hand an der Tafel Schokolade, mit der anderen an der Wärmflasche: Diese eine Woche im Monat kann sich für Menschen mit weiblichen Geschlechtsorganen schmerzhaft und emotional anfühlen. Doch das muss nicht sein! Denn neben Entspannung und Bewegung, gibt es natürliche und gesunde Mittel, mit denen die Menstruation für dich und deinen Körper zu einer schönen, erholsamen Auszeit wird. Eine, die du dir gerne nimmst.

 

Gute Tage, schlechte Tage

Doch warum fühlt sich die ein oder andere während ihrer Menstruation nicht gut? Die Ursache hat einen Namen: PMS bzw. Prämenstruelles Syndrom. „Prä was?“  fragst du dich nun vielleicht. In der zweiten Hälfte des weiblichen Zyklus sinken Hormonspiegel sowie die Emotionen steuernden Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin. Dies führt zu den für das Syndrom typischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Stimmungsschwanken, Heißhungerattacken und und und … du kennst es ja. Und dann noch die Krämpfe, die durch das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur beim Abstoßen der Schleimhaut entstehen. Ja schönen Dank auch Körper.

 

Hygiene for future

Frauen bluten im Durchschnitt zusammengezählt ca. 6,5 Jahre ihres Lebens. Das beliebteste Hygieneprodukt ist bis heute noch immer der Tampon. Doch dieser ist für Körper und Umwelt gar nicht mal so gut. Rund 45 Mrd. Tampons landen pro Jahr im Müll und finden so samt ihrer Plastikanteile und Schadstoffe den Weg in die Natur – und ja, auch Bio-Tampons sollten sich in dieser nicht aufhalten. Dadurch, dass sie nicht nur Blut, sondern auch gute Scheidensekrete aufsaugen, schwächen sie außerdem die Intimflora und können Infektionen wie Scheidenpilz begünstigen. Zudem besteht bei ihnen die geringe, aber dennoch vorhandene Gefahr des Toxischen Schocksyndroms. Hierbei versagen Kreislauf und Organe durch bakterielle Gifte, verursacht durch zu lange in der Scheide liegende Gegenstände wie Tampons. Es gibt mittlerweile aber viele umweltfreundliche Alternativen, die besser für den Körper sind.

  • Menstruationstasse aus medizinischem Silikon: Der Zero-Waste-Klassiker ist günstig und trocknet die Schleimhäute nicht aus. Er sollte jedoch nicht länger als 12 Stunden getragen werden.
  • Schwämmchen: Das ursprünglich aus dem Meer stammende Gadget ist angenehm zu tragen und kann sogar beim Sex in der Scheide gelassen werden. 
  • Periodenunterwäsche: Die saugfähigen und dennoch lange trocken bleibenden Slips können nach dem Tragen einfach ausgewaschen werden.
  • Free Bleeding: Einfach laufen lassen – aber eben nur beim Toilettengang bzw. wenn du merkst, dass ein Schub kommt. So bist du komplett frei, lernst deinen Körper besser kennen und profitierst möglicherweise sogar von weniger Schmerzen.

Leckerer Support

Schokolade, Eis und Chips: Die Foodcravings befinden sich in dieser Zeit auf Level 100. Kein Wunder, denn ihre enthaltenen Kohlenhydrate erhöhen den Serotoninspiegel und liefern uns somit ein gutes Gefühl. Gesund geht aber leider ganz anders und besonders PMS-Symptome wie Hautunreinheiten können dadurch verstärkt werden. Um deinen Körper zu unterstützen eignet sich erst recht in dieser Zeit eine gesunde, nähr- und ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Folgendes benötigt dein Körper außerdem, um sich seine, durch den Blutverlust verringerte, Power zurückzuholen und PMS-Beschwerden zu verringern:

  • Kalzium, Magnesium & Eisen (z. B. in dunkelgrünem Blattgemüse, Bohnen, rohem Kakao und Bananen)
  • Vitamin B (z. B. in grünem Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch)

Allgemein gilt in dieser Zeit: Verzichte auf einen erhöhten Salz-, Kohlenhydrate- und Zuckerkonsum. Denn das begünstigt PMS. Inspiration für eine zuckerfreie Zeit findest du hier. Bei einem Verdacht auf Eisenmangel, solltest du mit einem Arzt sprechen. Besonders Vegetarierinnen und Veganerinnen können davon betroffen sein.

 

Tipp:

Bei Blähungen, Krämpfen oder Übelkeit hilft ein frischer Ingwertee oder 2 TL Apfelessig in einem Glas Wasser.

 

Natürliche Balance mit Seed Cycling

Um deine Hormone wieder ins Gleichgewicht zu bringen, Unregelmäßigkeiten im Zyklus zu beseitigen und Beschwerden zu lindern, kannst du deinen Körper mit der Kraft von Kernen und Samen unterstützen. Das Gute an Seed Cycling: Es lässt sich wunderbar mit einer gesunden Ernährung kombinieren. In der ersten Hälfte deines Zyklus benötigt der Körper viel Östrogen für den Wachstumsvorgang deiner Eizelle. Morgens jeweils 1 TL Kürbiskerne und Leinsamen – zum Beispiel auf einem Porridge – liefern dir u. a. die dafür wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Etwa 15 Tage später, nach dem Eisprung, nimmst du für den Rest des Zyklus jeden Morgen jeweils 1 TL Sonnenblumenkerne und Sesam zu dir. Die darin enthaltenen Omega-6-Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe unterstützen die in dieser Zeit stattfindende Progesteronproduktion und binden überschüssiges Östrogen.

 

Alles fit im Schritt – mit AGIDA

Damit es dir untenrum immer gut geht, solltest du dem Gynäkologen auch ohne Beschwerden regelmäßig „Hallo“ sagen. Mit uns an deiner Seite kein Problem, denn wir übernehmen alle wichtigen Gesundheits-Check-Ups bei einem Arzt deiner Wahl