Abgehen statt Abhängen mit Sporturlaub

Mitten im Winter-Blues angekommen? Dagegen helfen natürlich Kerzen, Tee und andere Wohnung-gemütlich-mach-Aktionen. Oder du planst einfach den nächsten Urlaub. Denn das heitert doch irgendwie auch auf. Also, Vacay Mode: an!

Doch wohin soll es gehen? Zwei Wochen am Strand rumliegen und nichts tun wird schnell ziemlich langweilig. Bei Städtetrips benötigt man hinterher wieder nur Urlaub vom Urlaub. Und Backpacking-Abenteuer in Fernost … Macht irgendwie gerade jeder. Du möchtest alles auf einmal, eine Kombination aus Abenteuer, Erholung und Aktivität und im besten Fall so wenig wie nötig selbst planen müssen? Wir hätten da etwas für dich: Sporturlaub! Das kann cooler sein, als es zunächst einmal klingt. Ob Yoga Retreats, Surfclubs oder Tauchcamps: Die Verbindung von Sport und Urlaub ist nicht ohne Grund ein Mega-Trend. Wir zeigen dir Möglichkeiten für jeden Typ, die weltweit besten Hot-Spots und – als kleines Gimmick für vor Ort – kurze Warm-Ups.

 

Catch die perfekte Welle

Kein Wunder, dass Surf-Boys und -Girls super durchtrainiert und attraktiv aussehen: Denn Surfen trainiert die kompletten Muskeln und hält den Körper in Topform. Außerdem setzt es bei jeder geschafften Welle Glückshormone frei und pusht dein Selbstbewusstsein. 

Wellenreiten kannst du besonders gut in Marokko. Im Surf-Mekka Taghazout gibt es Spots für jedes Level, verlassene Buchten zum Seelebaumelnlassen, viele familiäre Hostels, Surfcamps und Surfschulen und kleine Bars, um abends die Erlebnisse des Tages auszutauschen. Das Hippieörtchen ist außerdem nicht allzu weit von Essaouira und Marrakesch entfernt. Solltest du also mal einen schlechten Tag erwischen und vergeblich auf die 1001. Welle warten, kannst du bei Tagesausflügen die orientalische Kultur mit ihren glitzernden Palästen und schillernden Märkten, die Berber-Küche mit Tajine und Couscous oder die Drehorte von Game of Thrones entdecken. Marokko lohnt sich übrigens nicht nur im Sommer. Die perfekte Reisezeit ist zwischen Oktober und März. Also entfliehe dem Winter doch einfach schon eher und erlebe bald dein perfektes Surfmärchen. 

Beim Surfen ist ein Warm-up der Arme und Beine wichtig. Denn sie sind beim Kraulen und Paddeln voll im Einsatz. Zum Beispiel helfen kreisende Arm- und Schulterbewegungen und ein leichtes Stretching vorab, um Verspannungen vorzubeugen. Viele Surfcamps bieten auch Yogastunden an, um die Muskulatur auf die Anstrengung auf dem Brett vorzubereiten oder einen Ausgleich zu schaffen.

 

Finde deine innere Mitte

Lust, mehr als den Sonnengruß zu können? Yoga-Urlaub boomt und bietet in Yoga Retreats, Yoga Camps oder sogar reinen Yogas Hotels die Möglichkeit, sich zu entspannen und dabei etwas für den eigenen Körper zu tun. Ob Anfänger oder fortgeschrittener Yogi, ein Wochenende oder mehrere Wochen, in Bad Meinberg (der deutschen Yogastadt im Harz) oder auf Bali, entspannendes Hatha oder schweißtreibendes Ashtanga: Jeder kann das für sich Richtige finden. 
Entspannung für zwischendurch bieten kleine Mindfulness-Übungen wie der Body Scan. Er kann durchgeführt werden, wenn du das Gefühl hast, kurz dem Urlaubstrubel entfliehen zu wollen. Such dir eine ruhige Ecke am Strand, am Flughafen oder wo auch immer du gerade bist, leg dich auf den Rücken mit den Armen neben dem Körper, schließe die Augen und: Scanne dich. 

  • Lenke den Fokus auf dein Inneres. Was ist gerade da? Was bewegt dich? Schiebe Gedanken nicht bewusst beiseite. Schau sie dir an, ohne sie zu bewerten und gib ihnen Raum, bis sie von alleine weiterziehen. 
  • Konzentriere dich dann ganz auf deine Atmung. Atme ruhig ein und aus. Stell dir vor, dein Atem ist wie ein Windhauch, der durch deinen Körper fließt. 
  • Nun richte den Fokus auf deinen Körper. Taste dich mit deinen Gedanken vorwärts, beginne bei den Zehen. Dann gehe weiter zu den Füßen, den Beinen und so weiter. Erkunde deinen Körper Stück für Stück, von unten nach oben. Wie geht es ihm? Ist er angespannt? Wenn ja, löse die Anspannung und lass locker. Lenke deinen Atem zu den angespannten Körperbereichen. 
  • Wenn du abschweifst: Lenke deinen Fokus wieder auf deinen Atemrhythmus, fahre dann mit dem Scan fort. 
  • Wenn du fertig mit dem Scannen bist, bleibe noch einige Minuten ruhig liegen und entspanne, ohne dich auf irgendetwas zu konzentrieren.


Bleib im Sattel 

Land und Natur vom Rücken der Pferde aus kennenzulernen, geht nirgendwo besser, als auf Island. Das Land von Eis und Feuer bietet mit seinen heißen Quellen und Geysiren, endlosen Weiten, Gletscherseen, Mooren, schwarzen Lavafeldern und zerklüfteten, rauen, fast schon mondartigen Landschaften unvergessliche Eindrücke. Die Islandpferde sind eine spezielle, robuste Rasse, die dich bei Wind und Wetter im Tölt – einer einzigartigen Gangart – vorwärtsbringen. Für Reiturlaub gibt es verschiedene Varianten: Als Tagesausflüge, als Mehrtagestouren oder sogar inklusive Mithilfe auf den Farmen. 

Um am Ende des Tages deine Knochen noch spüren zu können, solltest du besonders deine Oberschenkel und Waden gut dehnen. Dafür einfach im Ausfallschritt nach vorne auf eine Treppenstufe stellen und dabei die Fersen nach unten sinken lassen, bis es zieht, und die Haltung für ca. 15 Sekunden halten. Um Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich vorzubeugen, einfach ein paar Mal den Kopf langsam nach vorne, hinten, links und rechts neigen und dabei dehnen.

Tauche unter

Du möchtest eine völlig neue Welt entdecken und an Korallenbänken entlang mit den Schildkröten schwimmen? Beim Tauchen triffst du auf die ausgefallensten Tiere und buntesten Pflanzen. Alles, was du benötigst, ist Kraft in den Beinen, ein allgemein gutes Fitness-Level und ein bisschen Mut. 

Der weltweit günstigste Spot dafür ist die Schildkröteninsel Koh Tao im Golf von Thailand. Die entspannte kleine Hippie-Insel, auf der auch heute noch kein Pauschaltourismus angekommen ist, zieht mit über 40 Tauchschulen, mehr als 20 schnell zu erreichenden Tauchspots in kristallklarem Wasser, instagrammable Juice-Bars und Party-Hostels ganzjährig junge Tauchbegeisterte an. Der bekannteste Kurs für Anfänger ist der PADI Open Water Dive. Dabei werden in drei bis vier Tagen die Basics gezeigt. Tauchgänge finden mit einem erfahrenen Tauchlehrer bis zu 18 Meter Tiefe statt. 

Wichtig beim Tauchen ist eine ruhige Atmung, der korrekte Druckausgleich und dass man lernt, seine Grenzen zu erkennen. Außerdem solltest du den Kraulbeinschlag gut können, um ohne Anstrengung schnell vorwärts zu kommen. 

Tipps für den perfekten Kraulbeinschlag:

  • Die Bewegung kommt locker aus der Hüfte mit einwärts gedrehten Füßen, die großen Zehen berühren sich bei der Bewegung beinahe.
  • Die Knie sollten nicht zu sehr angezogen werden (z. B. wie beim Radfahren), sonst ist der Widerstand zu groß. 
  • Die Füße sind lang gestreckt, anstatt geflext. 
  • Halte das Fußgelenk locker. 


Abenteuer erleben ohne Risiko? Dann denk bei der Vorbereitung auch an Reiseschutzimpfungen. Wir unterstützen dich mit allen wichtigen Impfstoffen, damit du sorgenfrei die Welt auf deine Weise entdecken kannst.